Sonntag, 19. Dezember 2010

Ramschwichteln

Am Samstag habe ich mich erstmal vom Ramschwichteln erholt!


Für die jenigen, die Ramsch- oder Findefixwichteln nicht kennen.

Man verabredet sich mit mindestens fünf Personen zum Ramschwichteln.
Jeder schaut sich daheim in den Schränken um, was er nicht mehr gebrauchen kann, was aber durchaus für andere noch interessant sein könnte. Je mehr desto besser!

Dann kommt der anstrengende Teil, denn die Geschenke wollen wunderhübsch verpackt, werden. Dabei sollte man beachten, dass Geschenke dann gut verpackt sind, wenn man durch Fühlen nicht errät was darin ist, aber doch Vermutungen anstellen kann.

Dann macht man sich auf den Weg zum Wichtelort und drapiert seine Geschenke auf dem bereitgestellten Wichteltisch. Dieser sollte in nicht zu weiter Entfernung zum Sofas stehen.

Das ganze sah dann bei uns so aus:

Ein nahrhaftes Essen vor dem Wichteln ist von Vorteil, da das Ramschwichteln anstrengend wird.
Bei uns gab es Käsespätzle.
Auch Alkoholgenuss ist in gewissen Rahmen gestattet. Aber Vorsicht, besonders am Anfang muss man häufig aufstehen und später ist eine gewisse Standfestigkeit beim Geschenkeverteidigen von Vorteil.

Dann geht es los. Die Gastgeber holen ihren gesamten Vorrat an Würfeln hervor, damit jeder Wichtel seinen eigenen hat. Auch ein paar Wechselwürfel sind brauchbar, da einige Wichtler immer wieder davon überzeugt sind, dass ihr Würfel kein Glückswürfel ist.


Wer eine Sechs würfelt, darf aufstehen und sich ein Geschenk vom Tisch holen. Es empfiehlt sich manchmal ein Pokerface aufzusetzten oder durch geschickte Gesichtsmanöver, das eigene Geschenk anderen madig zu machen.

Sind alle Geschenke die auf dem Tisch lagen erwürfelt, geht es weiter, bei jeder sechs, darf man den anderen ein Geschenk wieder wegnehmen. Hier entwickeln sich häufig Vorlieben oder Abneigungen und es ist einiges an schauspielerischem Geschick gefragt.

Je nach persöhnlicher Einstellung versucht man, mit so vielen, so großen oder andersherum, mit so wenigen oder ganz kleinen Geschenken heimzugehen.
Aber Vorsicht: ob klein ob groß, man weiß nie was darin ist!

Irgendwann empfiehlt es sich festzulegen, dass nur noch eine viertel Stunde gewürfelt werden darf!

Mein Endergebnis:
Eine Brosche, ein paar Klipp-Ohringe mit passender Kette, ein Trockenblumenbild, ein Mini-Theater zum Selberbauen, eine schöne Tasse, eine ... Tasse, drei zusammenfaltbare Tragebeutel von Medi, ein gruseliges Zahnstochermännchen, ein Fuß und Nagelpflegeset inklusive Nagellack, Schimmerlotion für die Beine und Stickern für die Nägel, ..., eine FAZ-Herrenuhr, eine wirklich "schicke" Tasche und einLederbüchlein für Scheck und sonstige Karten.

Alles in allem eine gute Mischung. Gut fand ich auch die Seifenblasenkanone, die ein anderer Wichtel abgestaubt hat.

Rückblick/Ramschwichtelgeschenke:
Ein handbemalter Gipspapagei, eine Kokusnuss-Ente, eine Handstaubsauger, der durch heftige Schüttelbewegungen eines neugierigen Wichtels, noch verpackt angefangen hat zu vibrieren (*grins*)
und ungezählte ander Sachen, von genial bis bloß schnell weg damit.

Kommentare:

  1. Wow, deine Beute hört sich ja heftig an.*grins*
    Was ist den ein Zahnstochermänchen?

    Grüßle
    Steff

    AntwortenLöschen
  2. Wir spielen das immer an Weihnachten....Das heistt bei uns----Stehrumskispiel----herrlich

    AntwortenLöschen

Dein Kommentar ist das Salz in meiner Blogsuppe!